Archiv für Regionalentwicklung

SOS Hofstatt in den Vorstandsetagen der ÖBB

vor dem verwaisten Lutter-Büro

Nachdem das Ersuchen um einen Termin unbeantwortet blieb, fanden sich VertreterInnen der Bahninitiative Hofstatt ungeladenerweise im Headquarter des ÖBB-Personenverkehrs wieder, um mit der obersten Chefin, Maga. Gabriele Lutter das Problem der gestrichenen Zugshalte in Hofstatt zu diskutieren. Allein: die Vorstandsetage war zwar gross und weitläufig, aber auch sehr verwaist. Sämtliche Vorstände weilten irgendwo anders, selbst der Bereichsleiter war ausser Haus.

Ein Assistent des Vorstandes nahm sich der 12 HofstätterInnen an und notierte deren Anliegen, um es dann an Chefin Lutter weitergeben zu können. Er versprach, unseren dringenden Wunsch weiterzugeben,  noch vor dem Fahrplanwechsel ein Gespräch mit der Personenverkehrs-Chefin führen zu können, konnte aber keinerlei Zusagen irgendeiner Art machen.

Jedenfalls wissen die HofstätterInnen nunmehr, dass das Büro so bequem ist, dass sich dort ohne Weiteres auch mehrere Stunden ausharren lässt, um auf das Eintreffen entscheidungskompetenter Führungskräfte zu warten …

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ÖBB-Protest: Unterschriften an Bgm. Winter übergeben

Zum Bersten voll war das Hofstätter “Anzbachstüberl” zum Bürgermeisterinnen-Stammtisch am 4.11.2009. Über 50 verzweifelte und aufgebrachte HofstätterInnen forderten die GemeindevertreterInnen, vertreten u.a. durch Bürgermeisterin Winter, VzBgm. Peter, Amtsleiter GGR Wagner, GGR Paiha und GR Rehse auf, Initiativen gegen die geplante “Schließung” der ÖBB-Haltestelle Hofstatt zu ergreifen. Unterstützt wurde diese Forderung durch 106 Unterschriften von regelmässigen NutzerInnen der Haltestelle Hofstatt, die der Bürgermeisterin übergeben wurden. Die Bürgermeisterin sagte zu, sich innerhalb der nächsten 14 Tage um einen Termin bei LH Pröll bzw. Finanzlandesrat Heuras zu bemühen, um das Land Niederösterreich dazu zu bewegen, für die Aufrechterhaltung des derzeitigen Fahrplans zu sorgen.

Für heftige Diskussion sorgte die Frage, wie weit die Forderungen gehen sollten: während Vizebürgermeister Peter für “Realismus” plädierte und meinte, ein zusätzlicher Halt sei vielleicht erreichbar und Amtsleiter Wagner vor möglichen Kosten für die Gemeinde warnte, hinterfragten andere, ob nicht nicht gleich eine Verbesserung zum derzeitige Fahrplan angestrebt werden sollte. Ich selbst meinte, man müsse hartnäckig beim LH Pröll die ausreichende Finanzierung der Bahn in NÖ fordern, da das Land NÖ im Vergleich zu Tirol fünf mal weniger für die Bahn zahle. Die Bürgermeisterin sollte mit direkt Betroffenen zum Landeshauptmann gehen – notfalls auch ohne Termin, wenn keiner zu bekommen sei.

Die HofstätterInnen rechnen damit, dass weiter Aktivitäten notwendig sein werden und treffen sich am Dienstag, 17. November, 19.00 Uhr im Gh. “Zur Hofstatt” Gruber (Hauptstasse 3), um weiteres zu planen.

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Haltestelle Hofstatt vor dem Aus?

Mit dem kommenden Fahrplanwechsel der ÖBB am 13. Dezember 09 soll die Haltestelle Hofstatt de facto geschlossen werden: nur noch bis 7.42 Uhr morgens soll nach Richtung Wien ein- bzw. ausgestiegen werden können – den Rest des Tages nicht mehr, Richtung St. Pölten soll morgens bis 8.29 Uhr und abends wieder ab 20.21 Uhr ein- und ausgestiegen werden können.

Die HofstätterInnen sind verzweifelt: sie brauchen den Zug, um von/zur Arbeit, Schule, Universität, Arzt/Krankenhaus und zum Einkaufen zu fahren. In einer Unterschriftenaktion, die sich an Gemeindevertretung, Landeshauptmann Pröll, Verkehrsministerin Bures und ÖBB-Personenverkehr richtet, dokumentieren sie nun, wann und zu welchem Zweck sie die Bahn ab Hofstatt nutzen.

Download: Unterschriftenliste

Download: Fahrplanentwurf, Stand 27.10.2009

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Wienerwald – nachhaltige Suburbanisierung?

Eine Diplomarbeit aus dem Jahre 2007 geht der Frage nach, inwiefern der Wienerwald durch die Deklaration als Landschaftsschutzgebiet dem Suburbanisierungsprozess der letzten 25 Jahre entgegenwirken konnte und ob Schutzgebiete wirksame Instrumente sind, um Suburbia einzuschränken.

Eine der beiden untersuchten Beispielgemeinden, anhand derer die Autorin Wibke Strahl die Siedlungsentwicklung (Zubauten, Flächenverbrauch,…) in den letzten 25 Jahren im Wienerwald aufzeigt, ist Maria Anzbach (die andere: Wolfsgraben).

Zitat aus der Arbeit:

Im Land Niederösterreich gibt es zudem keine Zweitwohnsitzsteuer, sodass die Gemeinden indirekt gezwungen werden, auf mehr hauptwohnsitzgemeldete Personen zu kommen, um somit mehr Steuereinnahmen zu lukrieren. (…) Aufgrund dessen ist es nicht verwunderlich, dass Maria-Anzbachs Bürgermeister die Einwohnerzahl in den nächsten Jahren von ca. 3.500 auf 5.000 anheben möchte, wenn auch nur durch Zweitwohnsitze. Mit diesem Vorhaben manövriert er Maria-Anzbach mit großer Sicherheit in die so genannte Verschuldungsschere, da auf die Gemeinde durch zusätzliche Einwohner auch zusätzliche Kosten zukommen, die durch den Finanzausgleich kaum zu finanzieren sind, wobei dieser durch Zweitwohnsitzmeldungen zudem noch ausbleibt. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Bauland in der Gemeinde mehr gehortet als verkauft wird, weswegen auf flächensparende Bebauungsformen zurückgegriffen wird, was aus Sicht der Nachhaltigkeit löblich ist, jedoch den Siedlungscharakter des ländlichen Raumes zunehmend urban überprägt.

In Maria Anzbach fehlt nach wie vor ein Gemeindeentwicklungskonzept. Nicht zuletzt die Ausführungen der Diplomarbeit zeigen, dass ein dringender Bedarf daran herrscht …

Die ganze Diplomarbeit hier als Download (10MB)

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Leader-Förderberatung

Mitmachen gefragt!

Neben anderen Gemeinden ist Maria Anzbach eine der “5+WIR”-LEADER-Gemeinden. LEADER ist eine EU-Initiative, mit der innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.  Vor Ort sollen Lokale Aktionsgruppen maßgeschneiderte Entwicklungskonzepte für ihre Region erarbeiten – die EU finanziert einen grossen Teil davon. Ziel ist es, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.

In der LEADER-Region „5+WIR“ gibt es für alle Projekte zur nachhaltigen, ländlichen Entwicklung der Region eine Gratis-Förderberatung und Unterstützung bei der Suche nach Kooperationen in der Region, Förderanträgen und noch vieles mehr.

Ideen sind willkommen!

Weitere Informationen: LEADER-Büro „5+WIR“, post@region-5pluswir.at, 02772/52484
Rathaus Neulengbach, Kirchenplatz 82, 3040 Neulengbach.
Das Büro ist besetzt: Mo, Mi und Do 08:00–13:00 Uhr und Di 13:00–18:00 Uhr. Um ausreichend Zeit für Ihre Idee zu haben, wird eine telefonische Terminvereinbarung empfohlen.


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